Borussia Dortmund Kapitän Marco Reus: “Wir wollen das tun, was wir letztes Jahr nicht konnten.”

Nachdem Marco Reus und Borussia Dortmund in der vergangenen Saison den ersten Bundesligatitel seit 2012 um nur zwei Punkte gegen den Bayern München verloren hatten, hatten sie einen langen Sommer, um ihre Wunden zu heilen. 2019/20 gab es nur ein Ziel vor Augen: die Meisterschale zu gewinnen.

Ein uneinheitlicher Saisonstart lässt Dortmund in der Champions-League-Landschaft schweben, aber wie Reus selbst weiß, war in dieser Saison noch kein Team konstant, so dass das Titelrennen noch weit offen ist, wenn wir uns der Winterpause nähern.

Exklusiv auf bundesliga.com spricht der BVB-Jugendheld und Vereinskapitän über die bisherige Kampagne, wie er sich in seiner Zeit in der Bundesliga verändert hat und wie Robert Lewandowski die Liga besser macht…..

War der Sieg gegen Hertha Berlin nach all den negativen Schlagzeilen der letzten Wochen für das Team besonders wichtig?

Marco Reus: “Ja, natürlich. Sowohl in guten als auch in schlechten Zaubersprüchen ist es wichtig, dass wir als Team zusammenstehen. Das muss immer gleich bleiben, egal was passiert. Das bedeutet nicht, dass nur weil wir in Berlin gewonnen haben, dass alles in Ordnung ist. Die Arbeit beginnt wieder von vorne und es gibt immer wieder neue Anforderungen an uns. Das wird in Dortmund immer so sein und das ist gut so. Wir werden immer an den Leistungen gemessen, die wir in der Vergangenheit erbracht haben. Wir konnten in den letzten Wochen nicht mehr mithalten, aber hoffentlich ist das jetzt Vergangenheit und es hat keinen Sinn, zurückzublicken, wir müssen nach vorne schauen. Wir müssen positiv denken, wir müssen jeden Tag daran arbeiten, uns zu verbessern und eine zusammenhängendere Einheit zu werden, und dann kann ich einen positiven Ausblick auf die Zukunft haben.”

Glaubst du, dass der Sieg gegen Hertha ein Wendepunkt in deiner Saison sein wird?

Reus: “Ich hoffe es. In der Vergangenheit hatten wir ein paar Spiele oder Hälften, in denen wir gezeigt haben, dass die Dinge über einen langen Zeitraum hinweg immer gut laufen können. Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Ich denke, wir haben noch vier Bundesliga-Spiele und ein Champions-League-Spiel, in denen wir uns in der zweiten Saisonhälfte in eine gute Position bringen können, aus der wir angreifen können. Aber nur, wenn wir das tun, sonst gibt es keinen Sinn. Also, wir müssen die bestmöglichen Ergebnisse aus diesen Spielen erzielen, und das bedeutet, dass wir alle gewinnen müssen. Das ist machbar, aber nur mit der gleichen Einstellung, die wir gegen Hertha hatten.”

Wie sehen Sie Ihre bisherige Saison, wenn Sie sich den aktuellen Tisch ansehen, an dem Dortmund auf Platz fünf liegt, einen Punkt hinter Bayern?

Reus: “Natürlich kann man sagen, dass wir viele Punkte verloren haben, aber das kann man auch bei anderen Teams sagen. Aber bei uns kann man auch sagen, dass an unserem Spiel viel gefehlt hat. Es geht nicht darum, wie wir spielen wollen und es geht nicht darum, was wir gut gemacht haben, besonders im letzten Jahr. Aber in der Tat, die Leute sagen schnell, dass es eine Krise ist, und viele Journalisten spekulieren und setzen das dann in das Team ein, damit sich die Krise verschärft. Dann ist es wichtig, dass wir zusammenstehen, denn jeder hört das und da ich an vorderster Front stehe, muss ich handeln, um das Team zu bestimmten Zeiten zu unterstützen. Wir versuchen, das zu tun, und wir müssen dabei bleiben.”

Haben negative Schlagzeilen im Team Auswirkungen auf Sie und Ihre Arbeitsweise?

Reus: “Nein, nicht für mich persönlich. Ich habe viel Schlimmeres gesehen und erlebt, das ist also ein alltäglicher Teil des Geschäfts, und damit müssen wir umgehen. Es kommt und geht immer. Es stört mich nicht, aber es ist wichtig, sowohl für mich persönlich als auch für das Team, dass wir besser spielen und in einen Fluss geraten, der uns allen gut tun wird. Daran müssen wir arbeiten, und dann kann ich einen positiven Ausblick auf die Zukunft haben, weil wir ein gutes Team haben. Wir müssen nur hart arbeiten, um dorthin zu gelangen.”

 

“Hertha Berlin wird im Januar unter Jürgen Klinsmann arbeiten”

Marko Grujic, der in Liverpool ansässige Mittelfeldspieler von Hertha Berlin, freut sich darauf, dass der Einfluss des neuen Trainers Jürgen Klinsmann in der Rückrunde voll zum Tragen kommt.

Klinsmann wurde im vergangenen Monat in den Aufsichtsrat von Hertha berufen, bevor er in den Unterstand wechselte, als Ante Covic den Verein verließ, nachdem die Old Lady am 12. Spieltag in Augsburg mit 0:4 verloren hatte, ihre vierte Niederlage auf dem Sprung und ihre fünfte Partie in Folge ohne Sieg.

Klinsmann, der zuvor Deutschland, Bayern München und die USA trainiert hat, hat eine knappe 1:2-Niederlage gegen die Titelaspiranten Borussia Dortmund überstanden und das 2:2-Unentschieden bei Eintracht Frankfurt und Grujic – der in letzterem Punkt erzielte – glaubt, dass das Beste noch kommen wird.

“Ich denke, wir werden Vorteile aus dem Januar sehen, Vorteile aus der Arbeit unter Jürgen Klinsmann, weil das so kurz ist.” Das erklärte er bundesliga.com in der Commerzbank-Arena. “Das sind nur neun, zehn Tage zusammen, also müssen wir weiterarbeiten. Das Personal ist wirklich fantastisch!”

Zu Klinsmanns Starbesetzung gehören der ehemalige Werder-Bremen-Trainer Alexander Nouri als Assistent und Deutschlands Legende Andreas Köpke als Torwarttrainer. Liverpool-Manager Jürgen Klopp kann sich darauf verlassen, dass der junge Serbe in guten Händen ist.

Klinsmann, der zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt wieder in einem Bundesligaschuppen sitzt, freut sich, wieder dabei zu sein und ist optimistisch, dass ein erster Drei-Punkte-Zug – gegen Freiburg am kommenden Samstag – auf der Stelle steht.

“Die Spieler haben es genossen”, sagte er. “Ich glaube, sie fühlen, dass etwas zusammenwächst. Es wird einige Zeit dauern. Das geschieht nicht über Nacht. Vielleicht sind wir in diesem oder jenem Bereich runtergerutscht, weil die Dinge nicht so gelaufen sind, wie wir es wollten, aber jetzt sehe ich, dass es dort einen guten Geist gibt und wir freuen uns auf nächste Woche.”

 

Bundesliga, 18. Spieltag: FC Bayern in Leverkusen gefordert – Behauptet Schalke Platz zwei?

Nach vier Wochen Pause geht es in der Bundesliga mit der Rückrunde weiter, die im Rennen um die internationalen Plätze in der Champions und Europa League ebenso reichlich Spannung verspricht wie im Kampf gegen den Abstieg. Ob das auch für die Meisterschaftsentscheidung gilt, erscheint hingegen angesichts von elf Punkten Vorsprung des FC Bayern München auf den zweitplatzierten FC Schalke 04 sehr fraglich.

Wenn überhaupt, ließe wohl nur noch ein Fehlstart der Bayern ins neue Jahr bei einem gleichzeitigen Schalker Erfolg halbwegs Spannung aufkommen, zumal der individuell wohl stärkste Bayern-Konkurrenz Borussia Dortmund noch zwei weitere Zähler hinter dem Spitzenreiter zurückliegt

Nachfolgend werfen wir einen genaueren Blick auf die beiden Auftaktspiele des FC Bayern und von Schalke 04 im Jahr 2018, die es jeweils durchaus in sich haben. 

Bayer Leverkusen – FC Bayern München, 12.01.2018, 20.30 Uhr

Der FC Bayern eröffnet die Rückrunde mit dem Gastspiel bei Bayer Leverkusen und damit einem Gegner, der in den Wochen vor Weihnachten zu den formstärksten gehörte. Leverkusen hat seit Mitte September kein Spiel mehr verloren und sich nach anfänglichen Schwierigkeiten unter dem neuen Trainer Heiko Herrlich wieder zu einem Top-Team gemausert, das Bayer in der jüngeren Vergangenheit in den allermeisten Jahren stellte. Auch gegen die Bayern werden sich der in der Hinrunde überragende Leon Bailey und seine Kollegen nicht verstecken, sondern versuchen, selbst die Initiative zu ergreifen. Ob es gegen einen ohne Torjäger Robert Lewandowki, dafür aber mit Neuzugang Sandro Wagner im Angriff agierenden FCB zum Erfolg reicht, bleibt freilich abzuwarten.

Die Buchmacher können sich allerdings nur bedingt vorstellen, dass Leverkusen einen Dreier landet, wie die beste Quote 4,20 von Unibet und William Hill für Wetten auf einen Heimsieg zeigt. Dagegen gibt es für Tipps auf den FC Bayern maximal die bei Betway erhältliche Quote 1,85 und für Unentschieden-Wetten führt ebenfalls Betway mit der 4,00 den Quotenvergleich an. Mehr seriöse Wettanbieter finden Sie hier:

RB Leipzig – FC Schalke 04, 13.01.2018, 18.30 Uhr

Schalke hat zwar als Zweiter überwintert, allerdings auch nur mit zwei Punkten mehr als Borussia Mönchengladbach auf dem sechsten und der Auftaktgegner RB Leipzig auf dem fünften Platz. Schon ein schlechter Start in der Red-Bull-Arena könnte S04 somit einige Ränge kosten und würde die aktuell hervorragende Stimmung rund um die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco sicher ein wenig trüben. Auf der anderen Seite war man in Leipzig mit den letzten Auftritten vor Weihnachten nicht zufrieden und wird alles daran setzen, einen positiven Neustart hinzulegen.

Und die Tendenz der Buchmacher geht zumindest leicht zu einem Heimsieg, wie die maximale Quote 2,07 von Bet-at-Home für Tipps auf Leipzig zeigt. Dieser steht die Top-Quote 3,90 von Unibet für Wetten auf Schalke gegenüber. Für Tipps auf Remis bietet derweil Betway mit der 3,50 die beste Quote.